Auskehren (Imst)

…Auskehren (Fasnachtsbrauch)

Großer Beliebtheit erfreut sich das alljährlich am Fasnachtsdienstag stattfindende Auskehren, ein nächtlicher Fasnachtsumzug in kleinerem Rahmen. Die Hauptmasken des Schemenlaufens, Roller und Scheller, fehlen hier; im Mittelpunkt dieses ausgelassenen Treibens stehen die Hexen, deren Oberhaupt – die Hexenmutter – auch als höchste Autorität des ganzen Zuges gilt. Sie werden von den Zintern, das sind Altfrank und Wiflige mit Laternen, die das dunkle Geschehen etwas ausleuchten, der Bärenbande und mehreren Labaragruppen begleitet. Letztere berichten in humorvoller Art wort-, bild- und sangesgewaltig in den Imster Wirtsstuben über Schildbürgerstreiche, die den Imstern im abgelaufenen Jahr widerfahren sind und eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Eine Besonderheit des Auskehrens stellt das Zurfen dar: Hierbei ergreift ein Zuschauer den Besen einer Hexe, worauf ein Kräftemessen einsetzt. Jeder von beiden zieht in seine Richtung, um zu ermitteln, wer der Stärkere ist. Meist hat der Herausforderer das Nachsehen; Ausnahmen gibt´s jedoch allemal: In früheren Zeiten konnte es schon passieren, dass unterlegene Hexen von den Siegern in einen Stall (die es einst in Imst zuhauf gab) gesperrt und nicht vor Aschermittwoch wieder herausgelassen wurden…

17.45 Uhr Beginn Aufzug ab Lain, von der Unterstadt in die Oberstadt
20.00 Uhr Beginn Umzug ab Hotel Hirschen ,von der Oberstadt in die Unterstadt

Quelle: www.bergfex.at